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Californication No.1

Im Mai 2013 haben wir  einen Traum wahrgemacht und unser Hochzeitsgeld in drei Wochen Kalifornien gesteckt. Mit dem A380 ging es ziemlich smooth über den großen Teich, bei bestem Wetter an Grönland vorbei und über Kanada nach San Francisco, wo wir am Flughafen einen Kia Soul bekommen haben. Das hässlichste Mietauto ever, und sogar der entsetzte Angestellte („this is a sub-compact!“) wollte uns einen Größeren vermieten. Nope, danke, wir sind aus Europa, passt schon.  Unser erstes Ziel war die Golden Gate Bridge, die recht mystisch halb aus dem Nebel ragte. Überhaupt war die San Francisco Bay Area  für mich (Timm) eine Gegend in die ich immer mal wollte. Vielleicht wegen diversen Filmen, oder weil ich mit meinem damaligen Commodore-Flugsimulator immer die Flugplätze dort angeflogen und die Brücken unterflogen habe… Man will ja dann auch sehen wie das alles in echt aussieht.

Für eine Übernachtung sind wir  rüber nach Oakland und Berkeley, wo wir für Parkzeit überziehen mal eben 50 Euros gelassen haben (dekadente Elite-Uni-Stadt!). Dadurch dann auch keine große Lust gehabt, den Eintritt in den Museums-Flugzeugträger zu zahlen. Wir mögen sowieso lieber aktive Flugzeuge. Und lost places. Wie zum Beispiel der ehemalige Navy-Flugplatz Alameda mit seinen bunten rostigen Hangars. Überhaupt fanden wir viele solcher verlassene Hallen und alte Autos am Wegesrand. Einfach Stehenlassen ist billiger (und ästhetischer) als abreissen bzw. verschrotten. Unsere bed-and-breakfast-Gastgeber hier und auch in Frisco waren non-präsent, der Schlüssel lag einfach im Briefkasten. Nach einem Spaziergang durch den bunten Stadtteil Haight, dem Geburtsort der Hippiebewegung,  sind wir dann doch in einer „tourist trapp“ gelandet: Die Fahrt bergauf und bergab mit dem Cable Car war aber auch echt ein Highlight!   Abschließend waren wir noch in Downtown und haben den Abend im Museum Of Modern Art verbracht, wo gerade eine Gary Winogrand-Fotoausstellung lief. Glücklicher Zufall, fanden wir.

Als Kontrast verbrachten wir die nächsten Tage in den Nationalparks von Yosemite und Sequoia. Monumental! Bei der Bildbearbeitung haben wir uns vom Meister der Landschaftsfotografie, Ansel Adams, inspirieren lassen, der viel Zeit in Yosemite zugebracht hat. Nach einem Besuch in der Ansel Adams-Gallerie, wo seine Bücher und Devotionalien verkauft werden, und dem einzigen Regenschauer in drei Wochen haben wir den Abend am „Tunnel view“ verbracht und den Sonnenuntergang über dem Tal abgewartet. Im Sequoia bestaunten wir die „größten Bäume der Welt“, zumindest aus amerikanischer Sicht, und fuhren abends auf der Suche nach einem Motel erst die endlosen Serpentinen runter und dann an einem wunderschönen See vorbei. Die Lichtstimmung war dort dann so wie in der Toskana. Fotografieren war uns jetzt wichtiger als uns um unsere Übernachtung zu kümmern und so sind wir dann in einem mittelmäßigen Motel 6 in Visalia gelandet, auf unserem Weg Richtung Wüste. Davon mehr demnächst in diesem Theater.

In may 2013 a dream came true for us when we spent our wedding donations in three weeks of California. After a really smooth flight in the A380, passing a gorgeously lit Greenland, we landed at San Francisco and were handed over the most ugly rental car ever, a Kia Soul. The employee was rather upset („This is a sub-compact!“) about our choice, but we explained we were from Europe, where fuel consumption matters more than size! Our first target was the golden gate bridge, mystically peaking through the fast moving mist. The Bay area for me (Timm) always was a must-have-seen, maybe because of various movies or because I used to approach the different airfields and pass under the different bridges with my first commodore flight simulator… You finally wanna know how it looks in real I guess. 

For one day and night we moved over the bay to Oakland and Berkeley where we spent 80 Dollars on a  parking ticket. Oh, those decadent elite-university towns! Not much interest then in spending money for visiting the museum aircraft carrier (I prefer active aircraft anyway), but rather exploring the adjacent ex-airfield Alameda with its colorful and rusty hangars. We came across a lot of such lost places, hangars and derelict cars just withering in the backyard or open countryside. 

In Frisco we explored the birthplace of the hippie movement around the Haight/Ashbury crossroads with its colorful stores and ultimately landed in a tourist trap, though the drive in the cable car was not-to-be-missed and worth the money. Luckily we found out about the Gary Winogrand photo exhibition in the museum of modern art and witnessed one of those unaestethic coffee tasting sessions (slurp it in and spit it out) in a coffeeshop. 

Contrary to the urban experience we then spent two days in the Yosemite and Sequoia national parks and found it to be simply monumental. We found out about the legendary Ansel Adams whose books are sold in a gallerystore in Yosemite Valley and got inspired by his way of „postproduction“ with strong contrasts. We saw, at least in America´s opinion, the tallest trees on earth and passed a beautiful lake between the hills in a nearly tuscany-like evening scenery, before we settled in a Motel 6 in Visalia, on our way to the desert. To be continued.

bda